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Motor zerlegen: Part 2

  • Andy
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Re: Subject

17 Dez. 2008 13:25
#1
Nee, die neuen Wellen sind am ASchaft Dicker und die vom Club nun auch länger.

Maße: Miss die auf dem Foto und schmeiss die weg, das IST eine alte. Bruchgefährdet.

Andreas

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  • Jochen SM-13
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Re: Subject

17 Dez. 2008 13:01
#2
Hallo,
gibt es Maße für die "alte, dünne Ölpumpenwelle" vs. neue, verstärkte?
So dass man sie zweifelsfrei identifizieren kann?

Stehen die in den Technischen Informationen?

Gruss, Jochen

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Re: Subject

17 Dez. 2008 09:44
#3
Hallo Ekki,

Ölpumpenwelle sieht wie die alte, dünne aus, gibt jetzt wieder die neuen, verstärkten. Siehe nächste Zeitung, kommt zu Weihnachten.
Paß auf, wenn du die untere Hälfte des Motorgehäuse löst. Das Ding ist oft ziemlich unwillig und fest. Komm nicht auf die Idee, mit irgendwas zwischen die Gehäusehälften zu gehen um zu hebeln. Ich hab das Ding mit nen Gummihammer vorsichtig bearbeitet, nach ner halben Stunde hat sich das Teil gelöst.

Viel Erfolg und viele Grüße

Gerold

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  • Ekki
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Re: Subject

15 Dez. 2008 18:58
#4
Carsten postete
Wenn sie lange standen, ist der Dreck immer runtergesickert. Ist nicht unnormal.

Carsten
Cool, je länger man also nix am Motor tut, desto mehr Reinigungsarbeit spart man sich... selbstreinigend... der SM ist einfach genial!!! :D

Gruß,
Ekki

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  • Carsten
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Re: Subject

15 Dez. 2008 18:17
#5
Wenn sie lange standen, ist der Dreck immer runtergesickert. Ist nicht unnormal.

Carsten

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  • Ekki
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Re: Subject

15 Dez. 2008 16:04
#6
Volker A. postete
Sah der Bereich zwischen Wasserpumpenrad und Steuerdeckelgehäuse so sauber aus wie auf dem 2.ten Foto zu dem Thema?
Nix Grünes, nix Rotes zu finden?
Achso... ne eigentlich sah das so aus. War ein wenig rotgrüner "Dreck" drin aber nicht viel. Auf keinem der Fotos haben wir vorher geputzt. Das überrascht an dem Motor ja, dass er insgesamt sehr sauber daher kommt. Aber ich habe vorher noch keine anderen Maserati C114 geöffnet, mir fehlt da also die Vergleichsmöglichkeit ;)

Gruß,
Ekki

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Re: Subject

15 Dez. 2008 15:30
#7
Sah der Bereich zwischen Wasserpumpenrad und Steuerdeckelgehäuse so sauber aus wie auf dem 2.ten Foto zu dem Thema?
Nix Grünes, nix Rotes zu finden?
Ekki postete
Volker A. postete

Was kam eigentlich hinter dem Wasserpumpenrad zum Vorschein?

Gruß, Volker A.
Was meinst Du genau? Dahinter ist der Steuerdeckel... Hab doch ein Foto gemacht?

Gruß,
Ekki

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Re: Subject

15 Dez. 2008 11:17
#8
Volker A. postete

Was kam eigentlich hinter dem Wasserpumpenrad zum Vorschein?

Gruß, Volker A.
Was meinst Du genau? Dahinter ist der Steuerdeckel... Hab doch ein Foto gemacht?

Gruß,
Ekki

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Re: Subject

15 Dez. 2008 08:45
#9
Auf der Suche nach dem heiligen Woodruff bin ich fündig geworden:



Sowas könnte man ja vielleicht mit den Quizbeiträgen kombinieren ;-).

Was kam eigentlich hinter dem Wasserpumpenrad zum Vorschein?

Gruß, Volker A.

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Re: Subject

15 Dez. 2008 08:23
#10
Toller Beitrag Ekki.

Sehr anschaulich und lehrreich (für mich jedenfalls).

Viele Grüsse und weiter so.

René

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Re: Subject

14 Dez. 2008 23:11
#11
....ein Genuß die Bilder und die Kommentare.

Kann der fehlende Woodruff Key (ist das in Deutsch nicht ein sog. Wellenkeil?) nicht die Rillen auf der Welle erklären (dann brächte auch das suchen nix weil er schon länger fehlt!)

Happy Day

Achim

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  • Carsten
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Re: Subject

14 Dez. 2008 21:20
#12
Okay,

sezieren wir mal los, soweit ich es kann:

ZW-Nut ist mir neu, hab ich nie gesehen (oder nie bemerkt). Das, was mir auffällt, ist der Rostkranz. Das ist nicht gut. Du kannst sie abdrehen, aber an sich läuft auf dem Zapfen ja nix, kein Simmerring oder so.

Mach mal ein Foto von der Innenseite des Messingrades an der Achse. Das ist an sich nicht sooo wichtig, weil da eh Keramik rein muss, aber so kann man mal sehen, wie vernudelt das ist.

Dann FEHLT auf dem Foto der kleine Woodruff - Key, das Teil, was das Messingrad am Drehen hindert auf der Welle. SUCHEN oder besorgen !

Spanner ist Serie 1. Ich würde evtl. auf DS + Laufschuh umstellen, aber nicht auf Merak oder mehr ... Wenn Du auf Serie 2 Spanner gehst, musst Du am Bananenschuh das Halbrund abhämmern.

Kettenanschlagsbegrenzer wegtun, kommt ein halbrunder rein (meine Repro ist da, perfekt wie original, total klasse).

Der Stift sieht mir nach original aus. Kauf neu, teuer, und vergiss das Stück LHM- Dichtung in der KW nicht (damit er nicht wandert).

Ziehen der ZW geht nur, wenn die Sekundärketten raus sind (das nur am Rande).

Mit den Kolben gehste zum Instandsetzer. Denk dran, die sind oval, das ist so normal. Man hat meist Verschleiss am oberen Ring, der kriegt Vertikalspiel. Messen. Es gibt ein Set, das dicker ist, muss man dann evtl. anpassen. Aber billiger als neue Kolben....

Schalen mit RILLEN sind sowieso Müll. Neue kosten je 280 pro Set.

Unterschätz den Verschleiss an der KW nicht. Wenn B nicht passt, aber A ne Menge Spiel hat, dann ist man fix versucht, A zu lassen. ABER damit ist der Öldruck natürlich suboptimal. Dann eher B, und das sehr eng einstellen lassen beim Schliff (soweit jemand sich an diese Welle traut, man kann sie nämlich nicht direkt einspannen. Ich habe Adapter dafür gefertigt).

Carsten

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  • Jochen SM-13
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Re: Subject

14 Dez. 2008 20:49
#13
Sehr beeindruckende Foto-Love-Story, Ekki - vielen Dank für Deine Mühe!

Hat es Dich nicht auch überrascht, was für ein dünnes Kettchen das ist, dass da von der Kurbelwelle hoch kommt und wo dann so viel mit angetrieben wird? Gerade mal wie eine doppelte Fahrradkette...

Und 2cm Schieblehren-Messung: in Clubheft 55 von 02/2002 beschreibt Jerry Hathaway für das Messen incl. Feder-Halteblech ein Intervall von 18mm (neu) bis 27mm (verschlissen).

Gruss,
Jochen

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  • Ekki
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Subject

14 Dez. 2008 19:24
#14
So, ich hatte heute mal wieder Zeit, den Motor weiter zu zerlegen… bin auch fast fertig geworden…

Begonnen hat diese Sitzung mit dem Deckel der Wasserpumpe. Nach Lösen der beiden Schrauben wollte der partout nicht rauskommen. Auch Klopfen, Hämmern, Hebeln und freundliches Zureden halfen nicht. Da ich aber nicht weiß, wie fragil das Ding ist, habe ich mich fürs Erwärmen entschieden.





Im Bild oben sieht man, wie wir den Steuerdeckel langsam erhitzen, in der Hoffnung, dass der Wasserpumpendeckel sich etwas lockert. Gleichzeitig haben wir mit einem Schraubenzieher an den Schraubösen leicht gehebelt.





Mit Hitze ging dann auch alles recht schnell. Nach und nach gab der Deckel endlich auf und wir konnten ihn gleichmäßig heraushebeln. Er blieb ganz und hat noch nicht einmal einen nennenswerten Kratzer abbekommen.

Zum Vorschein kam dann das Wasserpumpenrad, natürlich noch in schön alter Messingausführung. Ich dachte, jetzt beginnt erst der Horror, denn dieses Rad soll ja manchmal recht fest sitzen und den speziellen Abzieher habe ich natürlich nicht.





Ohne Erfolgserwartung hebelten wir leicht mit einem Schraubenzieher und „schwupps“, das Rad ging sofort ohne Kraftanstrengung ab. Das nenne ich mal Glück ;)





Nach der Blitz-Demontage warf ich einen Blick auf die Welle, dabei viel mir eine Rille oder Nut auf. Ist die normal oder eine Beschädigung? Weiß da jemand bescheid?





Dann ging es weiter. Ohne Wasserpumpenrad kann man nun endlich den Steuerdeckel abnehmen. Das geht auch wirklich einfach, ähnlich wie die Ölwanne im ersten Teil.





Im Bild oben sieht man den Steuerdeckel mit Ölpumpe. Unterm Steuerdeckel kommt dann die Primärkette zum Vorschein. Dass die noch nicht ganz ausgeleiert war, wusste ich ja schon. Ich war dennoch überrascht, wie neu und unbeschmutzt alles aussieht.





Beim Spanner handelt es sich meines Wissensstandes nach um die erste Serie, besonders vertrauenserweckend sieht das Ding wirklich nicht aus. Ich werde wohl auf hydraulischen Spanner umrüsten.





Jochen hat mich glaube ich gefragt, ob man die Feder per Messlehre messen kann. Das geht: Dazu muss man das Schiebeende so an den Spannerhalten, bis der dünne Schieber den Plastikbolzen trifft.





Im Bild oben sieht man, dass die Messlehre aus der Ölwanne dann herausragt. Mit dieser Methode misst man aber das Blech unter der Feder mit. Bei diesem Motor kam um die 2cm raus, also war der Spanner noch nicht am Anschlag. Auch der Laufschuh über dem Spanner sieht noch recht gut aus, ohne große Abnutzungen. Hat sich alles ganz gut gehalten. Gegenüber vom Spanner befindet sich der Anschlagsbegrenzer. Auch er zeigt keine Beschädigungen:





Im ausgebauten Zustand sieht man aber im Plastik schon erste Riefen. Egal, der wird eh durch einen neuen und stabileren ersetzt.





Im guten Zustand befindet sich auch die Steckwelle für die Ölpumpe. Die Zahnräder sind nicht abgenutzt.





Weiß einer ob dies die alte, dünne Version ist? Ich vermute mal ja. Ich hab die Länge gemessen und das Ding ist 47mm lang. Sollte ich wohl austauschen oder?





Im nächsten Schritt soll die Kette runter. Auch ohne Spanner und Begrenzer geht das aber nicht! Ein obligatorischer Blick ins Werkstatthandbuch verrät, dass man die Zwischenwelle herausziehen muss. Dafür löst man den Flansch zur Mitnehmerstange der Hydraulikpumpe und kann danach einfach die Zwischenwelle Richtung Ölwanne ziehen.





Ein bisschen Kraft muss man da schon aufwenden, denn die Kette wirkt entgegen. Hat man die Welle dann um ein paar Zentimeter herausgezogen, kann man sie etwas nach unten verschieben und die Kette bekommt genug Luft, um sie abzunehmen.





Bevor ich nun den unteren Lagerdeckel des Motors abnehme, wollte ich schlau sein und schon mal vier der sechs Pleuel und Kolben ausbauen. Mit Ratsche, schmaler Nuss und Verlängerung ging das auch relativ problemlos.





Hier hat es sich bezahlt gemacht, eine Schraube am Ende der Schwungscheibenauflagen zu belassen (siehe Motor Zerlegen Teil1). Nun konnte man die Kurbelwelle immer so drehen, dass man gut an die jeweiligen Pleuelschrauben herankam. Bevor man die Pleuel ausbaut, sollte man sich aber die Reihenfolge notieren! Zum Glück haben die Pleuel alle eingeprägte Nummern, so dass eine kleine Skizze reicht. Diese sollte man gewissenhaft abheften.





Wenig später hatten wir alle vier Pleuel und Kolben ausgebaut, übrig bleibt die Kurbelwelle im Motor (Bild oben).

Die Kolben selbst zeigen leichte Laufspuren, jedoch keine groben Rillen. Die Kolbenringe sehen noch nicht total vergammelt aus. Doch ich bin nicht genug Experte, um den Zustand wirklich zu beurteilen. Kann einer auf den Fotos etwas Auffälliges erkennen? Bin für jeden Tipp dankbar…





Wie im letzten Teil erwähnt, war ein Kolbenboden „angedengelt“ Dieser Kolben zeigt auch am oberen Ende leichte Beschädigungen in den Rillen. Ist so was schlimm?





Auffällig ist auch, dass dieser Kolben einen anderen Kolbenring erhalten hat. Außerdem sieht er leicht nachbearbeitet aus.





Tiefe Riefen hat kein Kolben wirklich. Aber da werde ich mich an den Fachmann wenden, um den Zustand zu beurteilen. Und vermessen sollte man sie auch lassen, falls sie noch „brauchbar“ sein sollten.





Interessant war auch der Zustand der Lagerschalen. Manche Schalen wiesen kaum Abnutzungen auf, andere wiederum sahen für mein Laienauge schon etwas mitgenommen aus. Zwei hatten sogar fühlbare Rillen.





Immerhin war keine „richtig durch“. Die Lagerschalen werden eh getauscht, wichtiger ist da der Zustand der Zapfen.





Die Zapfen zeigen minimale Rillen, aber nichts Tiefes. Auch hier bin ich nicht Experte genug, um zu beurteilen, ob das noch in den Toleranzen liegt, oder schon nachgeschliffen werden muss. Auf den Bildern kann man wohl auch nicht viel erkennen.





Weiter bin ich heute nicht mehr gekommen, werde aber den Motor die Tage zu Ende zerlegen. Jetzt muss nur noch die untere Motorhälfte ab, und dann kann man die letzten beiden Pleuel und die Kurbelwelle ausbauen. Dann lass ich alles einmal von echten Profis beurteilen und dann entscheide ich, ob neue Kolben und / oder Büchsen reinkommen.


Gruß,
Ekki

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