Aktuelle Informationen! (05 Feb. 2026)
Auf der Retro Classics Essen 2026, 8. bis 12. April 2026 ist der Citroen SM Club Deutschland Teil der Citroen Straße.
Nächstes Mitgliedertreffen vom 24. bis 26. April 2026 im Hotel Restaurant Sachsenross, Ob. Dorfstraße 32, 37176 Nörten-Hardenberg bei Göttingen.
Neue Ersatzteile
• Stehbolzen neu für Verbindung Zylinderkopf / Motorblock bei Motorrevision
• Leistungsschalter / Selbstheilende Sicherungen / silberne Kästen zwischen den grünen Relais
Motorschaden - Die Erkenntnisse nach dem Zerlegen...
- Ekki
-
Autor
- Offline
- Platinum Mitglied
-
- Beiträge: 3863
Re: Subject
11 Okt. 2010 16:38wenn einem sowas mit einem 3L passiert, braucht man schlimmstenfalls neben neuen Kolbenringen einen neuen Kolben und neue Laufbüchse(n). Letzteres auch nur, wenn die Komponenten tatsächlich Schaden genommen haben.
So rein theoretisch hätte man den Schaden ja sogar beim eingebauten Motor reparieren können, da ja nur Zylinder 2 betroffen war: Ölwanne und Zylinderkopf ab, Pleuel von unten aufgeschraubt und Kolben nach oben rausgezogen. Aber aufgrund der "verbrauchten" Steuerkette und sonstiger Verschleißerscheinungen wäre das halt nur ein Kompromiss gewesen.
Aus einem 2,7er einen 3er zu machen hat nichts mit dem Schaden zu tun, sondern wäre eher eine freie Wahl zu Gunsten des Fahrspaßes
Gruß,
Ekki
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Sonja
-
- Neues Mitglied
-
Re: Subject
11 Okt. 2010 16:22lg
sonja
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- MaTHias
-
- Offline
- Platinum Mitglied
-
- Beiträge: 3669
Re: Subject
08 Okt. 2010 21:17Im Ernst: bei den Franzosen, oder bei Carsten z. B.
M.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- 962c
-
- Offline
- Elite Mitglied
-
- Beiträge: 295
Re: Subject
08 Okt. 2010 19:49nur so interessehalber wegen der Steuerkette:
Liegt es nur an der Kette oder sind die Räder auch eingelaufen, kann es mir bald nicht vorstellen das rein die Kette sich so gelängt hat, gut die Gleitschienen sind bestimmt auch etwas eingelaufen, das Ganze summiert sich dann, oder?
Ps: Wußte ich lange Zeit auch nicht, es sogar extra ein Lineal um den Verschleißgrad einer Kette zu überprüfen..... Sachen gibts!
Na ja, dann Mahlzeit, da hast Du ja wieder was zu tun, werde die Sache aufmerksam verfolgen, denn könnte sein das mir das demnächst auch blüht.
Grüße
Thomas 962C
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Ekki
-
Autor
- Offline
- Platinum Mitglied
-
- Beiträge: 3863
Re: Subject
08 Okt. 2010 19:423 Liter Motor draus machen ist in der Tat ein Plan. Wo gibts die Buchsen? Nur beim Franzosenclub?P.Biehl postete
Die kosten so um die 80 Euronen pro Stück.
Saluti
Gruß,
Ekki
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Andy
-
- Offline
- Platinum Mitglied
-
- Beiträge: 12878
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- P.Biehl
-
- Offline
- Platinum Mitglied
-
- Beiträge: 5859
Re: Subject
08 Okt. 2010 19:20Hier meine Alternativvariante: Wenn schon neue Buxn, dann mit 3 Litern:
Die kosten so um die 80 Euronen pro Stück.
Saluti
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Ekki
-
Autor
- Offline
- Platinum Mitglied
-
- Beiträge: 3863
Subject
08 Okt. 2010 18:56ein paar von Euch erinnern sich vielleicht, vor einigen Wochen hat mein Motor schöne Ölwolken aus der Steuergehäuseentlüftung und dem Einfüllstutzen gepumpt, wie eine Dampfmaschine. Der Motor ist inzwischen draußen, gestern haben wir ihn dann auch mal zerlegt, mit ganz interessanten Beobachtungen:
Der Motor ist kein R-Motor, aber eine originale Citroen-Austauschmaschine von 1971. Schon vor dem Zerlegen fiel „Pfusch am Bau“ auf:
Aus was für Gründen auch immer, es ragen zwei Stehbolzen aus dem Block zur Befestigung der Vergaserbrücke heraus. Ok, das ist nicht weiter schlimm, wesentlich unschöner ist der nächste Pfusch:
Hier beweist der Vorbesitzer erneut, dass er ein großer Fan von Stehbolzen war: Offensichtlich ist hier ein Teil des Gewindes aus dem Motorblock gebrochen. Anstatt das fachgerecht reparieren zu lassen, hat man stattdessen einfach einen Stehbolzen reingedreht und den Zylinderkopf mit einer Mutter an dieser Stelle verschraubt. Weitere Kommentare sinnlos…
Nach dem Abnehmen des Steuerdeckels zeigt sich das Musterbeispiel einer verschlissenen Primärkette: Der Spanner ist im wahrsten Sinne des Wortes auf der letzten Rille, die Feder ist komplett entspannt. Überraschenderweise hat die Kette aber noch nicht geklappert, sie war gerade noch gespannt.
Die Demontage hat zunächst keine besonderen Schäden gezeigt: Zwar waren die Zylinderköpfe offensichtlich schon mal abgenommen worden (mit obigen Pfuschereien), aber der Motorblock selbst scheint original ungeöffnet gewesen zu sein. Die Ketten wurden nie erneuert (alle drei waren maximal geweitet), die Lagerschalen anscheinend auch nicht, eine Motorrevision hat im Antrieb also niemals stattgefunden. Dennoch waren bei den Lagern, Zapfen, Pleuel etc. keine gravierenden Abnutzungen zu erkennen, anscheinend wurde der Motor immer sehr schonend gefahren und nie übermäßig getreten.
Das „Corpus delicti“ kam ans Tageslicht, als wir die Kolben der Reihe nach ausgebaut haben. Wie zu erwarten, lag es an den Kolbenringen.
Es war nicht nur ein Kolbenring gebrochen, sondern gleich zwei nahezu komplett zerstückelt, und zwar auf dem zweiten Zylinder.
Die Folgern sind offensichtlich: Die Zündkerze zündet im Zylinder das Benzingemisch, aber die Explosion zieht am Kolben vorbei direkt in das Kurbelgehäuse und sorgt so für eine schöne kleine Druckwelle, die aus Kurbelentlüftung und Ölstutzen entweicht. Das Ganze wird von regelrechten Klopfgeräuschen begleitet.
Nach meinem Kenntnisstand sind gebrochene Kolbenringe beim C114 die Seltenheit (Prof. SM hatte z.B. noch nie einen vergleichbaren Fall), so dass allgemeine Materialermüdung (nie überholter Motor) und ein Standschaden als Auslöser wohl die plausibelste Erklärung ergeben:
Denn ausgerechnet in der Büchse des besagten zweiten Zylinders kann man matte Streifen in der sonst regelrecht „blankpolierten“ Lauffläche sehen:
Durch viele Jahre Standzeit hatte sich hier eine leichte Oberflächen-Korrosion gebildet, die nach Inbetriebnahme dann zwar abgetragen wurde, dennoch aber rau blieb und so für mehr Reibung an den Kolbenringen gesorgt hatte. Dies haben die 40 Jahre alten Ringe nur noch ca. 8,000km überlebt, bis zum Schaden.
Immerhin: Der Motor bietet eine sehr gute Substanz zum Wiederaufbau…
Gruß,
Ekki
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.