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Ein neuer Taktgeber für den Citroen SM: Das Quarzlaufwerk…

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Re: Subject

04 Dez. 2010 01:57
#41
2. Zerlegen der Orginal-Uhr

Die originale SM-Uhr sieht ausgebaut nicht nur aus wie eine Konservenbüchse, sie lässt sich auch so ähnlich öffnen: Deckel runter!



Der Deckel ist hierbei das Plexiglas, das in 6 Metallaschen gefasst ist. Zum Öffnen muss man vorsichtig diese Laschen mit einem dünnen Schraubenzieher oder einer Zange aufbiegen, ohne das Plastik zu zerkratzen. Nach dieser etwas aufwändigen Arbeit wendet man sich der Rückseite zu:



Zu lösen sind die beiden mit Pfeil markierten Schrauben, danach kann man die gesamte Uhr samt Ziffernblatt nach vorne aus der Metalldose drücken (am besten hinten auf die Plus-Stromlasche drücken). Neben dem Gehäuse gilt es nun, die anderen Teile, die man für den weiteren Umbau benötigt, auszubauen: Ziffernblätter und Zeiger. Letztere zieht man vorsichtig(!!) einfach von der Achse ab.

Das Ziffernblatt ist mit zwei Miniaturschrauben gesichert, für die man einen besonders feinen Schlitzschraubenzieher benötigt. Aufpassen: Diese Schrauben verliert man leicht, sie werden aber noch benötigt. Nach dem Lösen lassen sich alle Teile schichtenweise abnehmen.




Übrig bleibt das nackte Orginaluhrwerk, für den „Standard“-Umbau wird es nicht weiter benötigt und kann eingelagert werden. Sämtliche Schrauben und Kleinteile sollte man ebenfalls sorgfältig zur Seite legen, einen Teil von ihnen braucht man beim Zusammenbau wieder!



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  • Ekki
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Re: Subject

04 Dez. 2010 01:56
#42
1. Der Organspender

Auf der Suche nach der perfekten Quarz-Spender-Uhr hatte sich Professor SM umgesehen und stieß dabei auf ein Kienzle Quarzwerk, das die Borduhr eines Renault R19 betreibt:



Die Uhr ist neu nicht mehr zu erwerben, aufgrund der hohen Stückzahl des Automobils findet man sie aber relativ einfach und für einen kleinen Preis um €20.- auf dem Gebrauchtmarkt. Die Häufigkeit ist auch auf ihre Zuverlässigkeit zurück zuführen, die die des dazugehörigen Autos bei Weitem überdauert.



Im direkten Vergleich zur originalen SM-Uhr zeigt sich, dass die Kienzle-Uhr in ihren Abmessungen, mit dem ovalen Ziffernblatt und den schmalen, orangefarbenen Zeigern eine sehr gute Ausgangsbasis für einen Wechsel darstellt. Also, auf geht’s…

In diesem Special zeigen wir zwei Umbauvarianten basierend auf diesem Laufwerk auf:

"Standard": Schwierigkeitsgrad "leicht bis mittel", Umfräsen des Gehäuses nicht notwendig. Sekundenzeiger bleibt inkl. Achsabdeckung 100% erhalten. Nur minimale optische Abweichungen zum Orginal.

"Premium": Schwierigkeitsgrad "mittel". Alle Zeiger original + Anschlüsse auf der Rückseite original. Kein Unterschied zum Original erkennbar, außer der Zeigerbewegung im quarz-typischen Sekundentakt.


Der „Standard“-Umbau ist leichter durchzuführen und bei Bedarf auch wieder rückbaubar. Der „Premium“-Umbau erfordert mehr Geschick und erfolgt auch unter Verwendung und Modifikation von Teilen der Originaluhr, so dass man diese Variante nur wählen sollte, wenn man die Uhr nicht mehr zurückbauen will, oder ein zweites, originales Laufwerk im Ersatzteilfundus sein Eigen nennt.



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Subject

04 Dez. 2010 01:56
#43
Hallo zusammen!

Eines der optischen High-Lights des Innenraumes ist die ovale Borduhr, die so in den vorderen Armaturen positioniert ist, dass sie von jedem Mitfahrer gleichermaßen gut gesehen wird. Vor allem bei Nachtfahrten ist sie ein mysteriös leuchtender Blickfang (in grün oder blau, je nach Lichtquelle).






Wer genau hinsieht, bemerkt neben der renommierten Marke „Jaeger“ auch den Hinweis auf die verwendete Technik dieser Elektrouhr: Transistor. Es handelt sich hierbei um eine Art Hybriduhr, in der klassisch, wie bei einer vollmechanischen Uhr, eine Unruh für den nötigen Takt sorgt. Statt von einer aufgezogenen Feder erhält diese aber ihre Energie von transistorgesteuerten Magnetimpulsen.

<<Unruh und Elektromagnet

Normalerweise kann eine solche Uhr sehr robust sein, doch leider hat Jaeger sich im Falle der SM Uhr trotz ihrer „4 Rubine“ nicht gerade mit Ruhm bekleckert: Teilweise schlechte Lager, minderwertige Magneten und eine nicht ausreichende (automotive) Belastbarkeit sorgen dafür, dass sie garantiert(!) früher oder später den Geist aufgeben wird und nur durch eine professionelle Reanimation wieder die Arbeit aufnehmen kann. Er wird also ausnahmslos jeden SM-Fahrer ereilen: Der Tag, an dem er sich voller Vorfreude auf die bevorstehende Fahrt in den SM setzt und dann mit Entsetzen feststellen muss, dass die Uhr auch nach mehrmaligem „Anklopfen“ dauerhaft in den Streik getreten ist – französisch halt!

Gerade weil die Uhr aber so einen auffälligen Blickfang im Auto darstellt und die dadurch zwangsläufigen Fragen nach dem kaputten Zeitmesser seitens unbedarfter Mitfahrer den Ärger über das ungehorsame Stück Franzosen-Mechanik immer wieder ins Gedächtnis rufen, muss Abhilfe geschaffen werden.

Wer dem originalen Laufwerk die Treue halten will, dem bieten sich drei Möglichkeiten der Reparatur an:

a) Der Gang zu einem kompetenten Uhrmacher
b) Der Kaja-Tachodienst in Neunkirchen: www.ka-ja-tacho.de
c) Direkter Tausch gegen überholtes Laufwerk beim französischen Club

Die Kosten belaufen sich je nach Variante und Defekt auf €50.- bis €150.-, was bei den Ausgaben-gewohnten SM Fahrer sicherlich keinen Schock hervorrufen wird. Ärgerlicher sind da viel mehr die Wartezeiten, in denen man ohne Uhr herumfahren muss, wenn man nicht bereits eine neue oder schon überholte in weiser Voraussicht zur Seite gelegt hat. Noch störender ist aber die Tatsache, dass aufgrund der schlechten Qualität dieses Uhrwerks es sich immer nur um eine Reparatur auf Zeit handeln kann. Durch die statistisch-investigative Arbeit der HIN-Instution dieses Forums wissen wir, dass es im Schnitt alle 8 Jahre zum Störfall kommt. Das heißt, dass man in seiner gemeinsamen Lebenszeit mit dem SM diese ganze Prozedur ca. 5 Mal (!!) durchführen muss, bis nach dem eigenen Ableben der Erbe früher oder später die Tradition der Uhrreparatur fortführen wird.

Sicherlich ist die Erhaltung der Uhr im Sinne der Originalität ein löbliches Engagement und es soll an dieser Stelle auch nicht davon abgeraten werden. Doch es ist niemals ein Fehler, technische Alternativen aufzuzeigen, denn seien wir ehrlich: Um einen SM nach 40 Jahren immer noch zuverlässig über unsere Straßen führen zu können, muss man stets zwischen Originalität oder technischer Verbesserung abwägen, seien es die Zündung, Klimaanlage, Motorentechnik, usw.... wieso dann unbedingt bei einem der schlechtest-konstruierten Organe des ganzen Autos auf Originalität beharren, das eh unsichtbar in einem Metallgehäuse versteckt ist?

Eine zuverlässige Alternative bietet die „Bonner Runde“ in dieser Anleitung nun mit dem Umbau des Transistor-Laufwerks auf eine moderne Quarz-Variante: Quarz Uhren genießen eine wesentlich höhere Zuverlässigkeit, da sie keine ausbalancierte Feinmechanik brauchen, wartungsfrei sind, genauer die Zeit messen und folgerichtig 40 Jahre und mehr ohne die geringsten Probleme zuverlässig ihre Arbeit verrichten können. Mit anderen Worten: Alternativ zu 5 Reparaturen des Originallaufwerks kann man auch einmal auf ein solches Quarz-Laufwerk umrüsten und den nächsten 40 Jahren SM-Fahrt entspannt entgegen sehen, wohlwissentlich, dass das Risiko des Uhren-Ausfalls ab sofort gegen Null tendiert.


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