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Fensterheberschalter optisch aufarbeiten...

  • Jörg Kaiser
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Re: Subject

05 Mai 2009 08:32
#41
Oder auch zum selber machen:

www.druckeronkel.de/index.php?id=424

Viele Grüße
Jörg

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  • Jörg Kaiser
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Re: Subject

05 Mai 2009 07:49
#42
Man könnte alternativ auch die Symbole ohne das schwarze innere als "Rubbelbuchstaben" drucken lassen. Kostet aber ein bischen.

Viele Grüße
Jörg

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  • John
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Re: Subject

04 Mai 2009 23:12
#43
Ekki, sagenhaft!
Das ist die Lösung des Problems, das mich bei jeder Fahrt im SM ärgert. Abgegriffen ist natürlich nur der linke schalter, aber der rechte kann ein aufpolieren auch gut gebrauchen.

Ich würde es bei Weitem vorziehen, nicht den A4 Bogen herunterladen und dann einen Laserdrucker nebst Folie suchen zu müssen, sondern Dir einen solchen Bogen abzukaufen, dieses Problem für mich, meine Kinder und weitere 8 Generationen löst:
Ekki, was soll er kosten, dieser Bogen, ich bin zu allen Schandtaten bereit. Dann kaufe ich auch das Poliermittel, damit ich ebenso schöne Schalter habe.

Beste Grüße

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  • Ekki
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Subject

04 Mai 2009 22:36
#44
Hallo zusammen,

Viele dürften sie stören: Die alten Fensterheberschalter, auf deren Oberseite sich die Lackierung im Laufe der Jahrzehnte teilweise oder komplett abgegriffen hat. NOS-Schalter sind schwer bis gar nicht zu bekommen und auch bei denen ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie sich abgreifen. Leider hat der Aufdruck auch keine Vertiefung im Plastik, so dass man ihn keinesfalls "nachweißen" kann, wie z.B. den Blinkerschalter. Aus diesem Grund habe ich eine Methode gesucht, die Schalter neuwertig zu restaurieren, aber dauerhafter:

Meine vorhandenen Schalter waren ziemlich dreckig und verkratzt. Daher war erst einmal eine Aufarbeitung notwendig.


Typischer SM-Fensterheberschalter


Zunächst reinigt man die Schalter sorgfältig mit einem milden Reinigungsmittel, wobei man darauf achten sollte, alle Ritzen und Spalte mit zu säubern. Danach widmet man sich dem Plastik. Mit Politurcreme für Acrylglas (findet man in jedem Baumarkt) poliert man die Schalter so lange, bis sie wieder in Hochglanz erscheinen. Das ist eine recht einfache Arbeit, die schnell von der Hand geht. Danach sollte man aber die weiße Poliercreme sorgfältig aus allen Ritzen bürsten.


Poliert schon deutlich schöner


Nach den ersten Arbeitsschritten sehen die Schalter aus wie oben. Das ist schon ganz befriedigend, doch fehlt der Aufdruck. Zwar kann man in der Regel die Konturen des Aufdrucks noch ganz fein in der Oberfläche erkennen, da sie aber nicht vertieft sind, kann man sie nicht per Hand nachzeichnen. Das würde nur krumm und unprofessionell aussehen. Was also tun?

Zunächst einmal besorgt man sich ein frontales Detailfoto von Schaltern, die noch ihren kompletten Aufdruck besitzen. Volker A. hat mir freundlicherweise mit einem Foto ausgeholfen, vielen Dank und Gruß an dieser Stelle!


Originaler Aufdruck


Anhand dieses Fotos kann man mit Malprogrammen die Outlines des Aufdrucks nachzeichnen. Nach einiger Zeit des Fleißes erhält man die geometrischen Formen monochrom als Bitmap:





Wie bekommt man dieses Muster nun auf die Schalter? Zunächst hatte ich geplant, die Grafik von einem Schneidplotter auf selbstklebende Plotterfolie „auszudrucken“. Dies ergäbe dann eine kleine Sprühschablone. Dafür muss man die Grafik nur vektorisieren. Gesagt getan, nur gab es ein Problem: Die Pfeile des Schalters sind zu fein mit zu spitzen Konturen, um von meinem primitiven Schneidplotter genau genug ausgeschnitten zu werden. Daher: Wenn einer einen super fein auflösenden Schneidplotter besitzt, möge er sich bitte in diesem Thread melden!

Aus besagten Problemen mit meinem Plotter heraus und auch aufgrund der Tatsache, dass weiß aufgesprühte Pfeile sich auch wieder im Laufe der Zeit abgreifen dürften, habe ich mir eine Alternativmethode überlegt: Statt den Aufdruck zu plotten, druckt man ihn einfach, und zwar auf weiße, selbstklebende Laserfolie aus Kunststoff!

Im ersten Schritt erstellt man mit CorelDraw einen Bogen mit Symbolen. Das Programm lässt sich sehr leicht bedienen und man kann den Aufdruck auch millimetergenau skalieren. Nach nur wenigen Minuten hat man den Bogen fertig und druckt ihn mit einem Laserdrucker auf einen Bogen aus. Rund 40 mal passt das Symbol auf einen A4-Bogen. Danach schneidet man sich zwei Symbole mit einer feinen Papierschere aus.





Jetzt ist ein wenig Geschick gefragt: Ganz genau an dem weißen Rahmen entlang schneidet man das Symbol aus. Je perfekter man hier arbeitet, desto besser das Endergebnis:


Der neue / alte Aufdruck


Die Plastikfolie ist hauchdünn, so dass sie keine sichtbaren Seitenkanten hat. Man zieht den „Miniaufkleber“ ab, passt ihn mit Hilfe einer Pinzette genau auf den Schalter und klebt ihn auf. Schon hat man ein sehr schönes Zwischenergebnis, das sich bereits sehen lassen kann.





Doch wir sind noch nicht fertig, denn es gibt einen Schönheitsfehler: Der schwarze Laseraufdruck glänzt nicht so wie das Plastik, sondern erscheint eher matt wie Ruß. Nach einiger Grübelei hatte ich die Idee: Da es sich ja nicht um Papier handelt, sondern um dünne Plastikfolie, kann man sie mit einer milden Acrylpolitur aufpolieren. Mit nicht zuviel Druck poliert man einfach den Schalter noch einmal nach. Das bringt zwei Vorteile: Erstens wird der Aufdruck absolut glatt und glänzend, zweitens wird die Kunststoffschicht so dünn, dass sie nicht absteht, sondern sich wie ein Aufdruck anfühlt.





Voila, fertig ist unser restaurierter Schalter. Der Aufdruck glänzt genauso, wie das Schalterplastik. Im Vergleich zum abgenutzten Ausgangszustand sieht er nun aus wie neu und vor allem: Er kann bei Bedarf jederzeit erneuert werden. Die ganze Prozedur dauert ja keine 10 Minuten, denn man hat ja noch 40mal den Aufdruck in Reserve auf dem A4-Bogen. Das dürfte für die nächsten 200 Jahre halten…



vorher

nachher




Ich hoffe, dass für manchen von Euch die kleine Anleitung hilfreich ist und dass alle demnächst mit super-schönen Fensterheberschaltern durch die Gegend fahren ;)

Viele Grüße,
Ekki


PS: Soll ich die CorelDraw-Druckvorlage als A4 Bogen auf dem Wiki zum Download bereitstellen?

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